Dienstag, 7. Juli 2009

Rettung der Live-Musik

Spiegel online zufolge haben mehr als 80.000 Musiker, Konzertveranstalter und andere Kulturschaffende eine Petition unterzeichnet, die den Bundestag auffordert, den als bürokratisch und gierig gescholtenen Musikrechteverwerter endlich zu maßregeln. Es geht um die GEMA = die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Die Gema sammelt für Sende- und Aufführungsrechte Gebühren ein bei Plattenfirmen und Konzertveranstaltern, Fernseh- oder Radiosendern. Wer einen CD- oder DVD-Rohling kauft, zahlt eine Abgabe an die Gema. Auch jeder Kneipier, der Radio dudeln lässt, jeder Organisator eines Straßenfestes muss Abgaben zahlen – solange dort Gema-pflichtige Musik läuft, also im Zweifelsfall immer.
Jetzt gibt es eine Petition, die recht trocken fordert, "der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das Handeln der Gema auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz, Vereinsgesetz und Urheberrecht überprüft wird".
Ausschlaggebend hierfür ist u.a. die aktuelle Diskussion über eine enorme Erhöhung der Gebühren, die an die GEMA zu richten seien. - Unter dieses Bedingungen würde es kleinen Kneipen und Clubs kaum noch möglich sein Live-Musik anbieten zu können - aber auch groß angelegte Konzerte würden deutlich eingeschränkt werden. Einzelnen Veranstalter sprechen von Gebührenerhöhung von bis zu 600%. Doch was tatsächlich hinter der Gebührenerhöhung steckt ist, wie immer bei der GEMA, schwer zu durchschauen. Die Tarifverhandlungen der Verbände und der Gema scheiterten, aktuell liegt die Auseinandersetzung vor einem Schiedsgericht. Nun aber benutzen die Verbände die Petition, um generell Stimmung gegen die Tarifreform zu machen, die eigentlich größere Gerechtigkeit herstellen sollte.
Schließt euch an!
Stand am Dienstag, 7.7., 13.23: 91204 Unterzeichner

1 Kommentar:

  1. und nun mindestens ein unterzeichner mehr!

    ... ich mag petitionen ;)

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