Donnerstag, 26. April 2012

Bücherwelle

Bei Rana habe ich zum Welttag des Buches Hans Falladas "Kleiner Mann, was nun?" gewonnen.

Sie hat eine Bücherwelle initiiert, was bedeutet, dass alle Gewinner ihrer Bücher ein / mehrere weitere Bücher an Interessierte verschenken sollen / müssen.. ;) Und so soll es immer weiter gehen.. Eine richtig tolle Idee, wie ich finde!


Ich habe mir für euch "Wunder der Liebe" von Hermann Hesse ausgesucht.


Weil ich dich liebe, bin ich des Nachts
So wild und flüsternd zu dir gekommen,
Und dass du mich immer vergessen kannst,
Hab ich deine Seele mit mir genommen.

Wer gerne das Buch gewinnen und dann auch mindestens ein weiteres Buch verschenken will, schreibe mir per Kommentar sein Lieblingsgedicht und landet im Lostopf. Weiter Bedingungen gibt es keine.. du musst auch keinen eigenen Blog haben (ich kann dann hier dein Buch verlosen)!
Am 1. Mai verkünde ich die/den glücklichen Gewinner. :)

Kommentare:

  1. ach, auch wenn ich die frage ja auch schon mal gestellt habe - ich kann sie selbst nur schwer und eigentlich gar nicht beantworten...
    aber maschaKalékos gedichte gehen mir sehr nahe. besonders dieses:

    Jage die Ängste fort | und die Angst vor den Ängsten. | Für die paar Jahre | wird es wohl noch reichen. | Das Brot im Kasten | und der Anzug im Schrank. || Sage nicht mein. | Es ist dir alles geliehen. | Lebe auf Zeit und sieh, | wie wenig du brauchst. | Richte dich ein. | Und halte den Koffer bereit. || Es ist wahr, was sie sagen: | Was kommen muß, kommt. | Geh dem Leid nicht entgegen. | Und ist es da, | sieh ihm still ins Gesicht. | Es ist vergänglich wie Glück. || Erwarte nichts. | Und hüte besorgt dein Geheimnis. | Auch der Bruder verrät, | geht es um dich oder ihn. | Den eignen Schatten nimm | zum Weggefährten. || Feg deine Stube wohl. | Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn. | Flicke heiter den Zaun | und auch die Glocke am Tor. | Die Wunde in dir halte wach | unter dem Dach im Einstweilen. || Zerreiß deine Pläne. Sei klug | und halte dich an Wunder. | Sie sind lang schon verzeichnet | im großen Plan. | Jage die Ängste fort | und die Angst vor den Ängsten. (Mascha Kaléko: Rezept)

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  2. "Kleiner Mann - was nun?" fand ich auch wirklich schön. Nur leider mag ich Hesse nicht so gerne. ;-)

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  3. Toll, da bin ich gerne dabei.

    Mein Lieblingsgedicht ist folgendes:

    Alles still! es tanzt den Reigen
    Mondenstrahl in Wald und Flur,
    Und darüber thront das Schweigen
    Und der Winterhimmel nur.

    Alles still! vergeblich lauschet
    Man der Krähe heisrem Schrei.
    Keiner Fichte Wipfel rauschet,
    Und kein Bächlein summt vorbei.

    Alles still! die Dorfeshütten
    Sind wie Gräber anzusehn,
    Die, von Schnee bedeckt, inmitten
    Eines weiten Friedhofs stehn.

    Alles still! nichts hör ich klopfen
    Als mein Herze durch die Nacht -
    Heiße Tränen niedertropfen
    Auf die kalte Winterpracht.

    Theodor Fontane

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  4. Ich bin ein Fan von Der Panther von Rilke - ob es jetzt mein Lieblingsgedicht ist, keine Ahnung, aber es ist wirklich toll. Und wo habe ich es kennen gelernt? Bei einer Deutschklausur :D



    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
    sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
    geht durch der Glieder angespannte Stille -
    und hört im Herzen auf zu sein.



    Ich möchte das Buch aber gar nicht gewinnen, sondern wollte nur das Gedicht mit euch teilen :)

    Der Point.

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  5. super sache! :)
    mein lieblingsgedicht ist seit ewigkeiten schon dieses von brecht:
    Erinnerung an die Marie A.
    1
    An jenem Tag im blauen Mond September
    Still unter einem jungen Pflaumenbaum
    Da hielt ich sie, die stille bleiche Liebe
    In meinem Arm wie einen holden Traum.
    Und über uns im schönen Sommerhimmel
    War eine Wolke, die ich lange sah
    Sie war sehr weiß und ungeheur oben
    Und als ich aufsah, war sie nimmer da.

    2
    Seit jenem Tag sind viele, viele Monde
    Geschwommen still hinunter und vorbei.
    Die Pflaumenbäume sind wohl abgehauen
    Und fragst du mich, was mit der Liebe sei?
    So sag ich dir: ich kann mich nicht erinnern
    Und doch, gewiß, ich weiß schon, was du meinst.
    Doch ihr Gesicht, das weiß ich wirklich nimmer
    Ich weiß nur mehr: ich küßte es dereinst.

    3
    Und auch den Kuß, ich hätt ihn längst vergessen
    Wenn nicht die Wolke dagewesen wär
    Die weiß ich noch und werd ich immer wissen
    Sie war sehr weiß und kam von oben her.
    Die Pflaumebäume blühn vielleicht noch immer
    Und jene Frau hat jetzt vielleicht das siebte Kind
    Doch jene Wolke blühte nur Minuten
    Und als ich aufsah, schwand sie schon im Wind.

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  6. Alpenszene


    Hoch auf den höchsten Höhen
    Gedeiht am besten das Rindvieh,
    Da wohnen die seligen Trotteln
    Dem Himmel etwa am nächsten,
    Doch freilich am fernsten der Erde.

    Sie scheren geduldige Schafe,
    Sie melken die strotzenden Kühe,
    Sie leben vom Fette der Herden,
    In Form der Köpfe die Kröpfe.

    Sie falten die Hände voll Andacht,
    Bekreuzen hohltönende Stirnen.
    Was unten geschieht in den Tälern,
    Stört nicht ihre selige Ruhe.

    Geduldig sind sie, bescheiden,
    Es fehlt der Antrieb zum Bösen,
    Und tun sie wirklich ein Unrecht,
    Wärs unrecht, sie drob zu beschuldgen,
    Und Nachsicht ersetzt ihre Einsicht.

    So leben sie friedliche Tage,
    Erzeugen maulaffende Kinder,
    Der Vater erneut sich im Sohne
    Und ruhig auf Trottel den Ersten,
    Wie Butter, folgt Trottel der Zweite.

    Franz Grillparzer

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