Dienstag, 21. August 2012

eStory No. 2 // Gruppe 2

Nach der ersten, folgt nun die zweite Gruppe der eStory.

Gen Süden

Caro stand auf, blickte in die Runde - eine Gruppe junger Leute saß um sie herum auf dem Boden am Lagerfeuer - und fragte "wer von euch kommt jetzt mit mir?". Ohne zu zögern sprang Paul auf und ergriff Caros Hand: "Ich bin dabei, auch wenn ich immer noch nicht genau weiß, was du eigentlich vor hast." "Das wirst du gleich herausfinden," antwortete Caro und zog Paul aufgeregt von der restlichen Gruppe weg. Paul ignorierte die Blicke der anderen und musterte Caro, die sich mit ihm immer weiter vom Lagerfeuer entfernte.
Der Rest der Gruppe am Lagerfeuer spekulierte: "Was hat Caro jetzt schon wieder vor?" - "was möchte sie von Paul?" - "braucht sie eventuell Hilfe bei irgendwas?" - "sie hat vorhin etwas von trampen erzählt, irgendwo in den Süden!?", warf Thomas ein. "Sie wird doch nicht..." Bea stockte mitten im Satz und ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken. Nun galten ihr die ganzen fragenden Blicke und Kai sprach aus, was alle dachten: "Sie wird was nicht? Weißt du mehr als wir?" Bea versuchte die Blicke ihrer Freunde zu ignorieren und rief sich das Versprechen, das sie Caro gegeben hatte, in Erinnerung. 'Ohje, wie ziehe ich meinen Kopf jetzt nur wieder aus der Schlinge?' dachte sie und versuchte das Thema ganz dezent zu wechseln: "wer kommt mit mir schwimmen?" "Schwimmen? - ich würde schon gerne wissen wohin Caro abgedampft ist!", sagte Kai bestimmend. "Sei doch nicht so neugierig!" Bea schubste ihn spielerisch und hoffte inständig, er würde Ruhe geben. Doch daran dachte Kai nicht. "Bea, ich bitte Dich. Diese ganze Heimlichtuerei ist doch absolut kindisch und unnötig. Was hat Caro vor?" - "Kai, ich kann nicht, Caro hat ..., äh, ich darf nicht! Sei doch bitte einfach nicht so neugierig!" versuchte Bea sich 'rauszureden und dachte dabei: 'hoffentlich geht alles gut mit Caro und Paul!'.
Inzwischen liefen die beiden schon 6 km von der Anhöhe entfernt, auf der die anderen Jugendlichen am Lagerfeuer sitzen, entlang einer Bundesstraße, die in den Süden führt. Motorengeräusche näherten sich und Caro drehte sich schnell mit ausgestrecktem Daumen in Fahrbahnrichtung. Das erste Auto fuhr vorbei, was Caro zum Fluchen brachte, doch kaum ausgesprochen, hielt auch schon ein junger Mann neben ihr. "Na wohin wollt ihr?" - "Am besten ganz ganz weit weg, in den Süden!" antwortete sie schnell und Paul begriff so ganz langsam, was hier passierte, aber was bezweckte sie damit? Caro begann schon ihren Rucksack in den Kofferraum zu laden, Paul stand einfach nur daneben.
"Na komm schon" rief Caro aufmunternd "das wird ein irres Abenteuer, vertraue mir!" "Bist du dir sicher? So habe ich mir die ganze Sache nicht vorgestellt" meinte Paul skeptisch und rührte sich noch immer nicht. Doch Caro ließ nicht locker und schaute Paul mit ihren großen Augen an: "Paul. Komm schon. Sei doch nicht so ängstlich." - "Nur widerwillig ließ Paul sich an der Hand in die Nähe des Autos ziehen, stemmte sich aber im letzten Augenblick ziemlich heftig dagegen und stammelte: "Nein, Caro, ich kann nicht, laß mich, ich will doch ...!"
Währendessen haben sich Kai, Bea und Timo mit Taschenlampen aufgemacht, um nach Caro und Paul zu suchen. "Den Abend habe mir echt anders vorgestellt" schimpfte Timo während er lustlos durch die Dunkelheit stapfte "Caro nervt mit ihren Extratouren!" "Ja, und dass Paul da auch noch so mitmacht, hätte ich echt nicht von ihm erwartet," moserte Kai, den Timos schlechte Stimmung mehr und mehr runter zog.
"Es ist doch eh klar, dass da was läuft. Immer diese Heimlichtuerei!" - "Als ob wir blind wären! Pah, die beiden haben doch gemeinsam vor ..., upps!" und schnell hielt sich Bea die Hand vor ihr vorlautes Mundwerk! Beinahe wäre es passiert! "Was wolltest du sagen?", fragte Timo. "♪♫...like ice in the sunshine...♪♫" tönte es plötzlich laut und melodisch aus Beas Tasche "...'tschuldigung... mein Handy" stammelte sie fast verlegen und begann umständlich danach zu wühlen. "Na, ist das vielleicht unser neues Traumpärchen, das sich doch nochmal gedenkt zu melden?" erkundigte sich Kai zynisch bei Bea. "Ach Kai sei doch mal ruhig", schnauzte Bea ihn an und ging an ihr Handy. "Ja hallo! - Ach Mama, du bist's!" Bea zuckte mit den Schulter und verzog das Gesicht! "Klar ist alles in Ordnung! Nene, wir sind alle hier zusammen!" log sie!
Caro und Paul saßen nun bereits seit einer Stunde im Auto und sind mit Jochen gen Süden unterwegs. Er war froh nicht alleine reisen zu müssen und plauderte ohne Unterlass auf die beiden ein. Paul beobachtete Caro während dessen vom Rücksitz aus und versuchte immernoch herauszufinden, was sie nun eigentlich geplant hat. Doch Caro, die seine fragenden Blicke großzügig ignorierte, schien aufmerksam Jochen zuzuhören. Jochen erzählte von sich und seiner Familie, der Arbeit, seinem Vorhaben am nächsten Tag und und und ... - da war sogar Caro 'mal mucksmäuschenstill! "Lass uns doch bitte mal 'ne Pause machen!", forderte Paul. Ihn nervte das Gequatsche und er wäre lieber wieder mit Caro alleine, was fand sie nur an dem Typen? Obwohl er die letzten zwei Stunden permanent von Caro genervt gewesen war, war es ihm nun auch nicht recht, dass sie sich für einen wildfremden Mann mehr zu interessieren schien, als für ihn.
Jochen schaute Paul im Rückspiegel groß an und fragte ihn: "Warum sollen wir eine Pause machen? Wir sind doch noch garnicht so lange unterwegs!"
"Ich.. ich, äh, ... ich muss mal auf Toilette!" antwortete Paul. Caro legte ihre Hand auf Jochens Arm: "Da vorne ist eine Raststätte... ich würde auch gerne mal..." sie kicherte mädchenhaft. "Na, wenn es denn unbedingt sein muss..." reagierte Jochen jetzt sichtbar genervt.
Paul sprang förmlich aus dem Auto und zog Caro hinter sich her. "Hör 'mal, Caro", begann er, "ich will nicht weiter mit dieser selbstherrlichen Labertasche in einem Auto fahren! Können wir nicht wieder zurückkehren?". - "Nein, ich hatte doch den großen Plan, dass..." - "Welchen Plan denn?" fiel Paul ihr ins Wort. Caro blieb abrupt stehen, blickte ihm tief in die Augen und statt einer Antwort hörte er Jochens Stimme aus dem heruntergekurbelten Autofenster rufen: "Könnt ihr mir 'ne Cola von der Tanke mitbringen?"
Bea, Kai und Timo hatten mittlerweile das ganze Gelände abgesucht, aber immernoch keine Spur von Caro und Paul gefunden. "Lasst uns umdrehen. Ich hab da echt keine Lust mehr drauf", sagte Kai und ließ seinen Worten Taten folgen. Bea und Tim schauten sich sprachlos an, aber keiner von beiden traute sich Kai zu widersprechen und trotteten schließlich mit ihm zurück zum bereits heruntergebrannten Feuer.
"Ach, Cola, eh.. der Typ nervt.. Welchen Plan denn?" fragte Paul erneut. Caro lächelte ihn verschmitzt an:"Mensch Paul, du ahnst wirklich nichts, oder!?" "Wovon sprichst du denn nur die ganze Zeit? Jetzt sag mir doch endlich mal, was die ganze Aktion hier soll, sonst bin ich weg!" entgegnete Paul sichtlich genervt. Caro lachte nur und zog ihn mit sich hinter die Tankstelle. "Mein lieber Paul," sagte sie,"ich wollte mit dir alleine sein um ..." sie stoppte ihren Redeschwall, zog seinen Kopf zu sich herunter, um ihm einen zarten Kuss auf seine Lippen zu hauchen! Daraufhin umarmte Paul sie zärtlich und fragte: "Aber warum das ganze Theater vorher, ich liebe dich doch auch schon so lange!"

PetraHella, Laura, Zom und ich.

Kommentare:

  1. Hach *seufz*, was für ein schönes Ende *schmelz* :-)
    Es hat mir sehr viel Spaß mit euch gemacht!

    LG Hella

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  2. Ich bin mit sehr viel Freude dabei gewesen ;o)
    Eine tolle Geschichte ist mit euch zusammen entstanden!
    Liebe Grüße
    Petra ;o)

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  3. interessant was da für 2 vollkommen verschiedene Geschichten entstanden sind...

    n Krimi und ne Teeny-Lovestory... ;-)

    Andrea

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  4. mir hat es auch viel Freude gemacht mit euch zu schreiben!
    und ich finde es auch ganz beeindruckend was sich aus dem Satz für unterschiedliche Geschichten entwickelten..
    danke allen für's Mitmachen!

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